Liebst du dein Kind? Liebst du es wirklich bedingungslos?

Eigentlich bist du stolz und glücklich darüber, einen Sohn zu haben.
Aber manchmal drückt die Last der Verantwortung schwerer, als du zu tragen vermagst.
Du liegst nachts wach und machst dir Sorgen.
Dich plagt ein schlechtes Gewissen, weil du glaubst, deinem Sohn nicht zu genügen.
Und manchmal reisst er dir den letzten Nerv aus.
Gerade jetzt ist es besonders schwierig.
Wenn eine der folgenden Situationen auf euch zutrifft, dann bist du bei mir richtig.
Du hast einen coolen Jungen

Mein Junge ist oft wirklich cool drauf, alle mögen ihn und ich freue mich darüber.

Aber manchmal, nur für ganz kleine Augenblicke, bist ich mir nicht sicher, ob sein Gesicht echt ist. Ob die Augen wirklich leuchten, oder ob dahinter nicht ein Schatten lauert.

Wenn ich ihn frage, wie's ihm geht, sagt er nur: gut.

Aber da ist etwas, ih spüre es, doch ich komme nicht an ihn ran. Wann hat er damit aufgehört, mir alles zu erzählen? Und kürzlich war ich mir ziemlich sicher, dass ich ihn nachts habe weinen hören. Aber am nächsten Tag spielte er wieder den coolen Jungen.

> Nimm die Momente zwischen dem Lächeln ernst. Biete deinem Sohn einen Ort, wo er nicht lächeln muss:

Hilfe!

Dein Sohn hat sich verloren

Wie konnte es so weit kommen?

Du hast doch deinen Sohn immer angeleitet und geführt und ihm gezeigt, wo es lang geht.

Und nun steckt er plötzlich fest, in einem Denken, in einem Schema, bewegt sich in fragwürdigen Kreisen. Du merkst, wie er sich immer mehr in etwas verstrickt. Aber er hört nicht auf dich.

Er versichert dir, dass er das schon im Griff hat. Du willst ihn lassen, willst ihn seine eigenen Erfahrungen machen lassen. Aber du vergehst fast vor Angst. 

Du willst ihm helfen, aber du kommst nicht mehr an ihn ran. Du findest dich selbst nicht mehr zurecht in dem Irrgarten, in dem dein Sohn sich verfangen hat.

Wann hat er damit angefangen, sich von dir zu entfernen? 

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Ist mein Sohn depressiv?

Wann ist mein Sohn so still geworden? Seit wann zieht er sich so oft zurück? Wann hat er mir das letzte Mal erzählt, wie es ihm geht? Ich spüre doch genau, dass irgend etwas mit ihm nicht stimmt. Aber er sagt nichts, schweigt mich an. Er schaut mich an mit Augen, die mir Angst machen. Aber was soll ich tun, wenn er nicht mit mir redet?

Ganz bestimmt ist das nur eine Phase der Pubertät. Ich habe alles versucht, aber ich habe halt einfach auch nicht alle Zeit der Welt. Er muss weiss Gott auch mal alleine klarkommen.  Er kann ja nicht für immer ein Kind bleiben.

Hilfe!

Was ist los in der Schule?

Mein Sohn will nicht mehr in die Schule. Sehr oft hat er morgens Bauchweh. Wenn ich ihn frage, was los ist, sagt er: nichts. Wenn ich ihn frage, ob ihn die anderen Kinder ärgern, sagt er: Nein, nein, alles in Ordnung. Trotzdem trifft er sich nicht mehr mit seinen Freunden. Neuerdings fragt er öfters nach mehr Taschengeld, aber er will mir nicht sagen wofür. Früher hat er mir manchmal Witze vorgelesen, die sie sich im Schulchat schreiben. Aber jetzt zuckt er zuammen und verschwindet in seinem Zimmer, wenn sein Handy piepst.

Hilfe!

Wir leben getrennt

Tut mit leid, mein Sohn, aber deine Mutter und ich können nicht mehr zusammen leben. Hast es ja selber gemerkt, dass wir uns nur noch gestritten haben. Und oft haben wir uns wegen dir gestritten.

Aber du bist stark, mein Junge, du schaffst das. Und wir sehen und ja regelmässig. Ja, ich weiss, manchmal kommt halt etwas dazwischen. Ich habe mir halt mein eigenes Leben aufgebaut, weisst du? Aber du bist ja kein kleines Kind mehr, ausserdem hast du ja noch deine Mutter. Soll sie doch mal was mit dir unternehmen statt nur mit ihren Freundinnen rumzuhängen.

Ja, mit 14 kannst du selber wählen, ob du bei mir wohnen willst oder bei Mama. Aber ich weiss nicht, bei mir bist du genau so oft allein, muss schliesslich auch arbeiten gehen. Und ich kann mich auch in meiner Freizeit nicht immer nur nach dir richten.

Hilfe!

Was ist los mit dir?

Warum redest du nicht mehr mit mir? Ist etwas passiert? Dein Blick schweift manchmal in die Ferne, oder du schaust durch mich hindurch. Du gehst freiwillig und früh ins Bett, hast aber trotzdem noch lange Licht und willst nicht, dass ich in dein Zimmer komme. Ich respektiere das, weisst du? Aber wenn du dich Tag und Nacht nur noch in dein Zimmer verkriechst und oft nicht mal zum Essen kommst, wie soll ich dir noch glauben, dass alles in Ordnung sei? 

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Ich verstehe dich nicht

Hör endlich auf zu träumen und benimm dich nicht mehr wie ein kleiner Junge.

Reiss dich mal zusammen.  So schlimm kann's gar nicht sein. Ich hab die Pubertät auch überlebt.

Hilfe!

Wo bist du geblieben, mein Sohn?

Wann haben wir zum letzten Mal miteinander geredet? Ich meine, wirklich geredet? Nicht nur «guten Morgen» und «Tag war gut».

Wann haben wir aufgehört, Zeit miteinander zu verbringen? Ich meine, nicht nur beim Essen?

Seit wann habe ich das Gefühl, dich nicht mehr zu kennen?

Seit wann habe ich den Eindruck, ich sei dir völlig egal?

Seit wann ist es dir peinlich, mit mir gesehen zu werden?

Leidest du genau so unter unserer Distanz wie ich?

Hilfe!

Streng dich mehr an

Schule ist vielleicht Stress, okay, aber das heutige Leben ist Stress. Gewöhn dich besser jetzt schon dran. Das Leben ist kein Ponyhof.

Du kapierst Mathe immer noch nicht? Dann streng dich doch mal ein wenig an, statt immer nur rumzuhängen.

Du könntest es schon, wenn du wolltest. Dumm bist du nicht, aber du bist einfach nur zu faul.

Ich weiss echt nicht, was ich noch mit dir machen soll. Wenn du so weitermachst, bringst du's auf jeden Fall zu nichts.

Ich glaube, ich schicke dich mal zu einem Coach. Vielleicht hörst du wenigstens auf den, damit der dir das Leben beibringt.

Hilfe!